Medien
Kunst 2009, Fernsehrevue, STV
Das Heulen der Wölfe
Bergesseelengesang zwischen drei Flüssen
Bester internationaler Jazz ...
Musik ist Gefühl
Bester internationaler Jazz: Das AMC-Trio im Passauer Scharfrichterhaus
Das wird kein Folkloreabend, so viel ist schon nach den ersten Takten klar. Für das AMC-Trio, das am Dienstagabend mit dem schwedischen Gitarristen Ulf Wakenius im Passauer Scharfrichterhaus spielte, ist die Herkunft aus dem ostslowakischen Prešov noch inspirierender Humus, sie machen ihn aber fruchtbar für Jazz von internationalem Rang. Es bleiben davon vor allem die Geschichten hinter den Liedern, ihr Gefühlsgehalt und die eine oder andere Melodielinie. Das ist für das Trio eine wesentliche Komponente - Kontrabassist Martin Marincák nimmt sich beinahe vor jedem Lied Zeit, dem Publikum die übersetzte Botschaft zu beschreiben - und vertieft die reibungslose Zusammenarbeit mit ihrem „Gast“-Solisten Wakenius. „Der spielt besser als John Scofield“, heißt es aus dem Publikum, aber auf Wakenius’ technischem Niveau kann es wohl kein besser oder schlechter mehr geben. Sein klarer, runder Klang erinnert tatsächlich entfernt an Scofield, doch auf seiner E-Gitarre spielt er den Jazz ungleich intensiver, zwingender. Keine Spielerei scheint ihm fremd: hochmotiviert und konzentriert stürzt er sich in die Stücke und schüttelt dabei ruhig seine Griffbrett-Wiesler und Modulationen aus dem Handgelenk. Während er sich in einem gewissen sportlichen Gestus manchmal fast selbst überholt, ist Musizieren für AMC vor allem eine gefühlsintensive Angelegenheit. Das pulsierende Schlagzeug von Stanislav Cvanciger, die leicht romantisierte Klanggebung von Pianist Peter Adamkovic geben etwa dem emanzipatorischen Basisgroove der „Komposition gegen die Unfreiheit und Unterjochung: Last Time Heros“ eine Kraft, der Wakenius noch durch das Doppeln des Leitmotivs den letzten Kick verleiht. Unter solchen Vorzeichen wird es für diese Kooperation sicher nicht bei diesem ersten Auftritt in Deutschland bleiben. Frank Müller pnp.de
Wiosenny Gorzów Jazz Celebrations 2009
Następnego wieczora ostatni koncert tej edycji GJC zagrali: szwedzki gitarzysta Ulf Wakenius w towarzystwie słowackiego AMC Trio (Ulf Vakenius - guitars, Peter Adamkovič - piano, Martin Marinčak - double bass, Stanislav Cvanciger - drums) w programie z ich wspólnej płyty "Soul Of The Mountain". Ulf Wakenius to jedna z nowych gwiazd jazzowej gitary, współpracownik Oscara Petersona i Raya Browna. Ostatnią, doskonale recenzowaną produkcją gitarzysty jest nominowana do nagrody Grammy płyta "Love Is Real" poświęcona tragicznie zmarłemu, szwedzkiemu pianiście Esbjörnowi Svenssonowi. AMC Trio to z kolei znakomite, znane w Europie, słowackie trio fortepianowe silnie inspirowane słowacką muzyką ludową. Taka też muzyka popłynęła tego dnia ze sceny "Jazz Clubu Pod Filarami" - dobrze skrojona harmonia i wyeksponowane, wyraziste tematy. Zadziwiająco dobrze w tym słowiańskim klimacie odnalazł się skandynawski gitarzysta, który dla urozmaicenia dorzucił w solowym popisie inny jeszcze melanż kulturowy w postaci japanese calypso. Żywiołowy występ naszych północnych i południowych sąsiadów został bardzo ciepło przyjęty przez klubową publiczność, także dzięki przesympatycznym monologom Martina Marinčaka, wprowadzającym słuchaczy w przesłanie poszczególnych kompozycji.
Marek Demidowicz, DIAPAZON.PL
HUSA NA PROVÁZKU, 26/4/2009 JazzFestBrno BRNO
V neděli večer zalidněné divadlo Husa na provázku přivítalo skvělé hudebníky sdružené do jedinečného mezinárodního projektu. Slovenské AMC Trio představuje nezvyklou stálici v jazzovém světě. Peter Adamkovič, Martin Martinčák a Stanislav Cvancinger už spolu hrají celých dvanáct let a postupně si získali respekt nejen u nás, ale i ve světě. Snad i díky tomu se jim podařilo nalákat ke spolupráci špičkového švédského kytaristu Ulfa Wakeniuse, bývalého člena slavného Oscar Peterson Quartet. Hudebníci během koncertu prakticky přehráli nové album Soul of the Mountain, ale jak už bývá u jazzu zvykem, ke každé skladbě přidali něco navíc. Večerem publikum vtipně provázel kontrabasista Martin Martinčák. U několika kusů zmínil, z jakých východoslovenských lidových písní vycházejí, ovšem i ti, jež originál znali, byli často nakonec ztraceni v proudu jazzu. Asi nejpůsobivěji se do paměti posluchačů zapsal Ulf Wakenius. V rukou skandinávského obra vypadala kytara až směšně malá, jakmile však dostala prostor, změnila se v šestihlavňový kulomet chrlící dokonale uspořádanou změť tónů. Pianista Peter Adamkovič se však nenechal zahanbit, při jeho sólech stačilo jen zavřít oči a unášet se. I bubeník Stanislav Cvancinger měl svůj moment. Během vystoupení mu vypadla z ruky palička – trapné zaváhání pak bohatě odčinil šílenou řeží během přídavku.
JazzFestBrno opět výběrem interpretů nezklamal a publikum to náležitě ocenilo velmi dlouhým potleskem. Kdo Ulf Wakeniuse a AMC Trio promeškal, nemusí zoufat. V ČR v říjnu tohoto roku se hudebníci ve stejném složení představí na jazzových festivalech v Ústí nad Labem a v Hradci Králové
Interview,Jazz Forum 9/2009 (polnische Jazz Zeitschrift)
Der Klavierspieler Brad
Mehldau hat mehrere seine Alben „Art of Trio“ (die Kunst der Trio)
genannt. Wo liegt Ihrer Meinung nach die Kunst des Trio-spiels?
Martin: Das Trio klingt im Vergleich zu anderen, größeren Gruppen klarer, sauberer. Es ist wie ein Bächlein mit kristallklarem Wasser, in dem Sie auch die Steine auf der Sohle beobachten können. Obwohl es sich um ein Bächlein handelt, trotzdem kann es manchmal zu starkem Fluß umwandeln, und so auch gefährlich werden.
Man
spürt, daß sich die Spieler gegenseitig verstehen und vertrauen. Jeder
Mitglied trägt ein Drittel Verantwortlichkeit, d.h. er kann sich nicht
verstecken. Es gibt hier noch 2 Spieler, die den Dritten immer unterstützen.
Und das ist im Duo oder Solo nicht möglich.
Peter:
Andererseits gibt Ihnen das Trio mehr Raum für Ihren musikalischen
Ausdruck, und nebenbei handelt es sich um solche Gruppe, in der jeder
immer im Spiel ist. Von Beginn an bis Ende wirkt hier gemeinsames Zusammenspiel.
Es passiert nicht, daß einer auf seinen Part wartet, wie bei den Solo-Instrumenten,
oder beim Gesang.
Stano:
Früher habe ich in verschiedenen größeren Musikgruppen gespielt.
In anderen Gruppen als Sideman zu spielen, hat mir nicht so viel Spaß
mitgebracht. Gegenwärtige Spielerei in Trio ist für mich am interessantesten.
Da in Jazz-Musik gerade Rhythmus am wichtigsten ist, will ich dieses
Element eben in dem Trio ausnutzen, und mich nicht verstecken – wie
es schon Martin gesagt hat.
Wann
haben Sie die Entscheidung getroffen, eigene Werke zu spielen? Haben
Sie im Repertoire auch einige klassische Jazz-Kompositionen?
Martin: Zu
diesem Resultat sind wir langsam gekommen. Wir haben zuerst auch einige
eigene Kompositionen auf den Konzerten gespielt, und auf diese Art und
Weise Publikum getestet. Am Anfang waren wir auch ein wenig scheu. Unsere
Stücke hatten anderen Klang als die Standardstücke. Die Akkordfolge
war auch vollkommen anders als es beim Jazz üblich ist, und das alles
bedingt zu anderem Weg. Deswegen hatten wir ab und zu Gefühl, daß
unsere Musik nicht so gut sind, als die Jazz-Standarde. Mehrmals haben
wir auch klassische Komposition zusammengefasst, die aber nicht so gut
klang. Da sind wir zum Ergebnis gekommen, daß die klassischen Jazz-Werke
nicht unser Weg sind. Nach ein Paar Jahren sind wir uns schon einig,
daß unsere Kompositionen genau die Echten sind, und das, was wir spielen,
ist eigentlich unser Ausdrucksmittel. Wir fühlen uns wohl und müssen
spielen, was wir spielen.
Was fasziniert
Sie auf der ostslowakischen Volksmusik, aus der Sie viele Ideen gewinnen?
Martin:
Die ostslowakische Volksmusik ist nicht das einzige Gebiet, das uns
motiviert, und wenn schon, dann ist es rein unterbewußt. Was wir aber
feststellen müssen, daß die ostslowakische Volksmusik für uns die
schönste ist. Die Ostslowakei ist territorial nicht groß, und vielleicht
das ist der Grund, warum hier die Folklore mit der ungarischen, ruthenen
und polnischen beeinflußt ist. Wir waren in Polen und haben da ein
Lied gehört, das uns auf das ostslowakische Lied „A okolo Levoči“
errinerte. Solche Beispiele können wir überall finden. Faszinierend
finden wir die Texte der ostslowakischen Volkslieder; zum ersten Anhören
nicht besonders interessant, aber nach mehrmaligen Hören findet man
dort auch tiefe Ideen. Und wir müssen auch bedenken, daß die Volksmusik
vor einiger Zeit so wie die heutige Pop- oder Dancemusik war, nur die
Lieder waren unter geringer Anzahl von Menschen bekannt. Also einige
Lieder waren anspruchlos, bescheiden oder dem Klischee unterlagen.
Stano: Die
ostslowakische Folklore verbreitet die Volkslieder, die meiner Meinung
nach (so wie die Lieder der amerikanischer Negerbevölkerung – da
erstand Jazz) zu ältesten Kunstausdrücken gehört. Diese Volksmusik
hat viele Komponisten sowohl der Klassik als auch der Popmusik beeinflußt,
weil wie erwähnt wurde, manche Texte faszinieren uns und haben bestimmt
auch dank ihrer Tiefe auch die Komponisten inspiriert. Es freut mich
sehr, daß Ulf die Musik von unserem Trio als „die slowakische“
wahrnimmt.
Wie finden
Sie mit der Zeit Ihr erstes Album „Thor-Iza“?
Martin: Thor-Iza
war der erste Schritt auf dem Weg nach unserem eigenen Repertoire, ob
auf diesem Album ein Lied vorkommt, das nicht von uns gemacht wurde,
sondern es handelt sich um melodisch bearbeitetes amerikanisches Lied
„Amazing Grace“. Wir waren selber neugierig, ob dieser Weg der richtige
ist. Ob es sich nicht um die Strecke ins Moor handelt, wo wir steckenbleiben
und nie den Rückweg finden, bis wir in die Vergessenheit geraten. Glücklicherweise
ist es nicht passiert, und wir hoffen, der Weg ist richtig.
Peter: Ich
sehe es als der erste Versuch, dessen Erebnis unklar schien. Aber auf
den Konzerten wurde das Album sehr gut verkauft und die Reaktionen waren
auch positiv. Seine größte Bedeutung ist, daß es unseren Weg bestätigt
hat.
Die künstlerische
Äußerung des AMC Trio ist sehr kompatibel. Trotzdem, wie würden Sie
den Anteil an dem Musikschaffen einzelnen Mitglieder beschreiben?
Martin: Ich
spreche lieber über meine Kollegen. Ich würde sagen, wenn der Platz
vom Trommler oder Pianist vom anderen Musiker besetzt wäre, unhabgängig
davon, ob er besser wäre oder nicht, würden unsere Werke völlig anders
klingeln, und ich würde sagen, nicht besser als heute. Ich will damit
sagen, daß der künstlerische Ansatz von meinen Kollegen unersetzbar
ist. Jeder ist anders und trotzdem haben sie viel Gemeinsames. Es ist
bestimmt, daß sie unserer Musik dienen möchten, und das spürt man,
wenn man mit denen redet. Wir stammen von dem selben Gebiet, wir verstehen
uns und wissen, was wir mit der Musik ausdrücken wollen.
Peter:
Da unsere musikalische Empfindung in verschiedenen Richtungen anders
ist, können wir daraus für uns typischen Klang bilden. Daraus ergibt
sich, daß Spielmannwechsel in unserer Gruppe völlig die Musik ändern
würde. Und das wäre nicht mehr AMC Trio.
Das Kennzeichnen
Ihres Werkes sind reizvolle Melodien und
übersichtliche Harmonie. Können Sie den Entstehungsprozes von Ihren
Liedern beschreiben?
Martin: Die
einzelnen Ideen sind keine Gruppenarbeit. Das heißt, daß die Idee
von einem Spieler herauskommt, weiter wird die aber gemeinsam bearbeitet.
Wir analysieren, arbeiten mit dem Hauptmotiv und Harmonie, mit der Form,
mit dem Rhythmus, usw. Es gibt zahlreiche Dinge, die man mit der Hauptidee
machen kann, und wir versuchen immer wieder alles mögliche zu tun,
um daraus das Beste zu kriegen. Es dauert manchmal zu lange, bis wir
mit dem Ergebnis zufrieden sind und es ins Repertoire einfügen. Und
trotzdem ist es noch nicht sicher, daß die Komposition im Repertoire
bleibt. Es passiert, daß wir sie einfach nach dem Konzert streichen,
wenn wir denken, daß das Lied nicht in Ordnung ist. Wir haben eine
Regel; wenn einer an irgendein Teil von der Komposition zweifelt, spielen
wir das neue Stück nicht mehr. Es hat uns nehrmals gelohnt. Es geht
meistens nur um ein Detail. Aber wenn wir es entdecken, oft ist es unerwartet.
Peter: Es
passiert oft, daß die Schlussversion von der Komposition völlig anders
klingt, als die ursprüngliche. Und das ist der Grung, warum wir alle
an dem Werk teilnehmen
Welche
Klavier Trios haben Sie am meisten beeinflußt?
Martin: Es
ist für mich sehr kompliziert zu sagen, welches. Ich kann erwähnen,
z.B. Keith Jarret Trio, McCoy Tyner Trio, Jacky Terrason Trio, John
Taylor Trio, ...
Peter: Ich
spreche für alle, wenn ich sage, daß uns am besten die Musik von EST
Trio gefällt. Und nicht nur wegen ihrer Musik, sondern auch wegen unermüdlicher
Hartköpfigkeit, damit sie ihr eigenes Repertoire, das im Vergleich
mit anderen am meisten aus dem Rahmen des klassischen Jazz abweicht,
durchgesetzt haben.
Stano: Ich
kann nicht sagen, ob ich von einem Trio am meisten beeinflußt wurde,
aber ich mag sehr Brad Mehldau Trio und andere mit ähnlichem Klang.
Ich will aber kein davon bevorzugen. Vor kurzer Zeit habe ich für mich
bis jetzt unbekanntes The Bad Plus Trio gehört, und die sind auch interessant.
Welche
Musik mögen Sie am meisten?
Martin: Ich
höre am liebsten gute Musik. Man kann in verschiedenen Genres immer
etwas Gutes finden. In der Gegenwart höre ich mehr Klassik als
früher, besonders Bach aber auch andere Komponisten.
Peter: In
Jazz bin ich jetzt heikel. Ich bevorzuge europäischen Jazz,
wobei ich die europäische Musiktraditionen fühlen kann. Ich höre
auch viel Klassik und ältere Rockmusik. Und ich liebe Tango von Astor
Piazolla. Und noch viel anderes, aber ich fürchte, es gibt hier dafür
wenig Platz.
Stano:
Ich höre alle Musikmeister.
Welche
eigenen Auftritte oder Konzertaufführungen
betrachten Sie als eigenartig?
Peter: Wir
haben viel eigenartige Auftritte erlebt, wo die Leute wirlich unglaublig
reagiert haben. Es ist schwer den besten, von der ganzen Menge zu wählen.
Manchmal haben wir Gefühl, daß unser Konzert Spitze war, aber die
Reaktion vom Publikum ist nicht angemessen, und umgekehrt; manchmal
sind das wir, die nicht ganz und gar zufrieden sind, und das Publikum
applaudiert. Aber wir können das Konzert in Prešov am 1. Mai 2009
nicht vergessen, worauf wir unser neues CD präsentiert haben. Das war
eine besondere Angelegenheit, weil dort viele unsere Freunde waren,
die uns helfen und unterstützen. Auf diese musikalische Art konnten
wir uns bedaken.
Stano: Die
ersten Konzerte im Ausland, in Polen. Als wir nach neuen Ort gefahren
sind, wo wir völlig unbekannt waren (in dieser Zeit hatten wir noch
keine Web-Seite), hatten wir verschiedene Gefühle und besonders Ängste,
wie unsere Musik die auf dem Jazz erzogene Polen wahrnehmen wurden.
Ihr Beifall aber hat mich überzeugt, und meine Kollegen bestimmt auch,
daß die Aftritte in Polen sind für uns immer etwas Eigenartiges.
Wie sieht
das reale Leben und Möglichkeiten der Jazz
– Musiker in der Slowakei aus?
Peter: So
wie überall in der Welt. Wenn Sie gute Stücke spielen, die anderen
gefallen, können Sie wo immer spielen. Wir können nicht immer nur
jammern, daß es in der Slowakei keine Möglichkeit zum Jazzspielen
gibt. Wenn Sie glauben, daß Ihre Musik gut ist, müssen Sie alles dafür
tun, um die Hörer zu finden.
Martin: Die
echten Hörer zu Hause, aber auch im Ausland. Obwohl die Jazzmusik verschiedene
ethnischen und örtlichen Einflüsse ausdrückt, ist sie trotzdem international
genug, um in die Welt exportiert zu werden. Das ist eine andere Möglichkeit,
wie man sich den Musikmarkt verbreiten kann, wenn einer gut genug ist
und weiß, wie man das macht.
Stano: Wenn
man mit dem Jazz auch Unterhalt bestreitet, was eigentlich mein Fall
ist, dann ist das reale Leben für die Jazz – Musiker in der Slowakei,
und im Ausland auch – denke ich- ganz schwierig. Es ist schwer einen
Jazzmann zu finden, der vom Jazz reich wurde.
Sie spielen
gelegentlich auch mit dem Streichquartett. Können sie dieses Projekt
kurz beschreiben?
Peter: Wir
haben längst mit dem Streichquartett nicht gespielt, weil es ein riesiger
Problem ist. Aber wir mochten vorher solche Zusammenarbeit, weil Adrian
Harvan die Streichinstrumente nicht im Hintergrund ließ, sondern gab
denen auch starke melodische Funktion. Auf einigen Stellen hat er sogar
verschiedene Intro und Coda komponiert. Die Konzerte mit dem Streichorchester
waren sehr beliebt. Wir planen diese Zusammenlegung noch in der Zukunft
bei unserem neuen CD anwenden.
Wie sind
Sie zur Mitarbeit mit dem Gitarrespieler Ulf Wakenius gekommen?
Peter: Ulf
hatte im Internet auf seinem Web direkter Kontakt. Wir haben ihm E-Mail
geschrieben, ob er gutwillig gewesen sei, mit einem slowakischen Trio
eigene Kompositionen zu spielen. Zuerst wollte er unsere Konzerttermine
wissen, erst dann hat ihn die Musik interessiert. Wir haben ihm einige
MP3 gesendet und seine Antwort war zusagend. Er sagt immer, daß es
die Musik war, die ihn für die Zusammenarbeit überzeugt hat. Heute
können wir schon feststellen, daß wir eine Kompaktgruppe bilden, die
sich eigene Position auf der europäischen Jazz Szene bildet. Wir beereiten
europäische Tournee im Laufe 2 Jahren vor.
Ihre
neueste CD Soul of The Mountain hat positive Ankläge. Handelt es sich
um rein eigenes Werk oder hat auch Ulf mitgemacht?
Peter: Alle
Kompositionen gehören AMC Trio. Ulf hat auch nachgedacht, seine eigenen
Werke einzufügen, weil seine musikalische Empfindung sehr nah der unseren
ist.
Martin:
Die Hauptthemen stammen natürlich von uns; Ulf hat aber zu jedem Werk
so viele Ideen beigebracht, daß wir uns nicht sicher sind, ob er nicht
als Mitverfasser verstanden werden soll.
Können
Sie die musikalischen Quellen außer Jazz benennen, daraus Ihre Musik
erscheint?
Peter: Unsere
Hauptquelle ist die Musik. Es ist nicht so wichtig, ob es sich um Jazz,
Klassik, Pop oder Volksmusik handelt. Wir werden von tiefen Melodien
beeinflußt, die auf interessanter Akkordfolge gebilden ist. Das versuchen
wir auch in unsere Musik beibringen. Wir denken niedarüber, daß es
als Jazz klingen sollte. Es muß klingeln als die Musik. Wir imprivisieren
auch natürlich und gerade das ordnet uns in die Gruppe der Jazzkapellen
ein. Wir möchten aber nicht nur in der Schachtel „Jazz“ bleiben.
Unser Ziel ist, breite Masse von Hörer anzusprechen, was uns anhand
der Reaktion gelingt.
Martin: Unsere
Inspiration ist nicht nur die Musik, sondern auch die Natur, Literatur,
Poesie, Geschichte und Spiritualität und auch, wie sich alle diesen
Komponente miteinander vermischen und beeinflußen.
In der
selben Zusammenstellung zu bleiben, ist heutzutage vereinzelt. Ist ein
langjähriges Zusammenspielen ein Vorteil, oder bringt es auch Risiko
mit? In wieweit unterscheiden sich die Ansichten einzelnen Mitglieder?
Peter: Ein
langjähriges Zusammenspielen ist ein riesiger Vorteil. Besonders, wenn
sich die Leute nicht nur musikalisch, sonder auch menschlich verstehen,
so wie wir drei (vier mit Ulf). Unsere musikalische Meinungen können
sich natürlich unterschedein, aber sind immer im Rahmen unserer Spielerei.
Gerade diese Verschiedenheit führt unsere Konzeption zur Endversion.
Stabile Gruppe kann immer auf eigenem Stamm aufbauen. Es geht immer
besser, im Unterschied zu den zufälligen Projekten, wo sich die Qualität
einzelnen Mitglieder nicht immer abspiegeln muß.
Stano:
Wir spielen zusammen theoretisch fast 13 Jahre, aber in der Wirklichkeit
sind es weniger, weil ich 6 Jahre weit von meinen Kollegen entfernt
gearbeitet habe. Da haben wir selten zusammengespielt, und hatten auch
wenig Zeit, eigene Werke zu komponieren. Ich glaube, so ein echtes Zusammenspielen
haben wir vor.
Ich habe
bemerkt, Ihre letzten zwei Alben haben Sie in Polen aufgenommen. Ist
das Ihre Absicht oder nur Zufall?
Peter: Es
war immer absichtlich. Zum ersten Mal konnten wir in der Slowakei kein
richtiges Studio mit gutem Klavier finden und Wisla war für uns günstig
auch wegen der Entfernung. Zum anderen Mal haben wir Tournee mit unserem
Freund Ulf Wakenius gerade in Polen beendet, und er hatte günstige
Flugverbindung nach Schweden aus Warschau, wo wir Aufnahmen hatten.
In beiden Fällen haben unsere Werke erfahrene Jazz-Musiker gemixt,
die wissen, wie die Musik klingen soll.
Stano: Die
Entscheidung, beide Alben in Polen aufzunehmen, war für uns nach misslungenen
Versuchen in der Slowakei nicht nur günstig, sondern auch notwendig.
Nach der „rohen“ und qualitätsgerechten Aufnahme auf eine CD konnten
wir diese ruhig nach Hause mitnehmen und gleichstimmen. Ich muß noch
sagen, daß es uns auch viel Zeit in Anspruch genommen hat.
Welche
Projekte und Konzerte planen Sie noch in der kurzen Zeit?
Peter und Stano: In der nächsten Zeit wartet auf uns Tournee in Trio (Slowakei und Polen). Mit Ulf Wakenius spielen wir seit 12. Oktober, wenn wir in Deutschland, Österreich, Ungarn und Tschechien in Usti nad Labem und Hradec Kralove auftretten. Im November gibt es noch Tournee in Polen und Ungarn. Und im Februar 2010 bereiten wir Tournee in Deutschland vor, und im April wieder in Deutschland und Polen.
Im Herbst folgendes Jahres möchten wir neues Album mit Ulf Wakenius und anderen Gästen, die wir noch nicht verraten, aufnehmen.
© Alle Rechte vorbehalten.

